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Eber Classic Rallye 2010
19. Juni 2010, Epfenbach

Ein Rallye-Bericht von Sarah und Bernd Wurth
Nachdem wir uns für die Saison 2010 auch Tagesveranstaltungen auf die Fahne geschrieben
hatten, haben wir als erste Rallye dieser Gattung die Eber Rallye in Angriff genommen.

Im vergangenen Jahr sich als „schnell“ einen Namen gemacht, war sie in diesem Jahr eher
gemächlich. Um jedoch ein Urteil bereits vorweg zu nehmen: Macht nix! Der Spaßfaktor war
allemal sehr hoch!

Aufgrund der räumlichen Nähe zum Veranstaltungsort geht es für uns am Samstag, dem
19.06.2010 bereits um 5:30Uhr mit zwei Novizen im Schlepptau auf die Autobahn, um pünktlich
um 7:00Uhr zur Dokumentenausgabe und Technischen Abnahme an der Festhalle in Epfenbach
zu sein.
















Bei einem Kaffee-Empfang mit reichlich Zutaten für ein gutes Frühstück merkt man sofort, dass hier
jeder mit Herz und Seele dabei ist. Schon auf dem Parkplatz wird man mit guter Laune vom Orga-
Team und den nach und nach eintrudelnden Teilnehmern begrüßt.

Mit dem Bordbuch bewaffnet geht´s erst mal an die Kaffeetafel. Zum einen das Bordbuch
vorbereitend, zeitgleich unsere Novizen (nennen wir sie einfach Michael und Uwe) im
Schnelldurchlauf in die wichtigsten Geheimnisse eines Roadbooks und die darin enthaltenen
Aufgaben einweihend genießen wir das liebevoll zubereitete Buffet, welches uns sehr gelegen kam
(5:00Uhr Frühstück ist einfach nicht unser Ding…).  

















In Erwartung knackiger Herausforderungen (wegen der Erfahrungsberichte des Vorjahres), liegt uns
ein eher gemütliches Bordbuch vor; nur Chinesen, bekannte Ziele, keine Schnitte oder Oris!
Klasse, so hat endlich auch mal der Beifahrer etwas von den schönen Strecken! Fängt schon mal
gut an 

9:01, Start des ersten Fahrzeuges – los geht´s. Über tolle Nebenstraßen steuern wir diverse Ziele,
ZKs und DKS an. Immer mal wieder trifft man einen Mitstreiter aus unerwarteter Richtung, bis zum
Mittagessen in der Festhalle. Auch Michael und Uwe schlagen sich wacker für´s erste Mal! Bei
einer ZK treffen wir auf die Beiden: Die Mundwinkel an den Ohren befestigt, mit beschwingtem
Schritt dem Fahrzeug ensteigend, mit einem Wort kommentierend: „Geeeeeeiiiiiiiillllll…….!!!!“

Die Organisatoren geben sich alle Mühe. Das Mittagsessen ist genial. Abgestimmt auf den
Kalorienbedarf der Automobilisten und nicht, wie hie und da üblich auf einen Zehnkämpfer, gibt
es mehrere leckere Gerichte und ausreichend Zeit diese auch zu genießen.

Nach einer guten Stunde Pause erfolgt der Re-Start: Leicht ermüdet vom guten Essen machen wir
uns motiviert auf zu neuen Taten. Auch am Nachmittag kämpfen wir uns durch diverse
Lichtschranken, treffen an ZKs ausschließlich auf fröhliche Gesichter, sowohl seitens der
Organisation, als auch der Teilnehmer und statt verbittertem Konkurrenzkampf herrscht eine
allgemein locker freundliche Atmosphäre. So macht Rallyefahren Spaß!
















Wie nähern uns dem Höhepunkt und Ende der Rallye. Von zahlreichen Zuschauern angefeuert
absolvieren wir den Grossen Preis der Stadt Epfenbach. Ein Rundkurs um den Kirchturm, auf
gesperrten Straßen, zwei Runden in 42 Sekunden. Neben dem Spaßfaktor die Pferdchen unter der
Haube laufen zu lassen, ist die Anteilnahme der Zuschauer beeindruckend. Besonderen Spaß
hatten unsere beiden Novizen. Fünf, vier, drei zwei, eins, START ……, der Jaguar dröhnt durch die
Gassen, die (mechanische) Uhr läuft, bis ….. tja, bis sie steht …… Mechanische Uhren haben keine
Batterien, sollte man also aufziehen…Aber dafür hatte der Fahrer um so mehr Spaß. Nach Vollgas-
Lichtschrankendurchfahrt, zwei leuchtend lächelnde Gesichter, mit einem mit ferderndem Schritt
dem Auto entsteigenden Fahrer: „  Geeeeeeiiiiiiiillllll…….!!!!“

Drei Straßen weiter, zurück im Rallyezentrum, werden wir mit einem Kuchenbuffet empfangen, bei
welchem jeder Konditor neidisch hätte werden können! Ein reichliches Sortiment an
Selbstgebackenem zusammen mit einer Tasse frischem Kaffee laden die Teilnehmer zu
Benzingesprächen im gemütlichen Flair der Epfenbacher Festhalle ein.
















Doch wer dachte, dass das Kuchenbuffet den kulinarischen Höhepunkt des Tages markierte… weit
gefehlt! Das Abendessen, wieder in Form eines Buffets, ließ keine Wünsche offen. Von
italienischen Antipasti über zünftige Schnitzel bis hin zu exotischen Früchtespießen war für jeden
Geschmack etwas dabei.

Frisch gestärkt waren wir bereit für einen abrundenden Abschluss des Tages durch die
Siegerehrung. Herzlichen Glückwunsch an das Gewinnerteam Redel / Redel !
Beurteilung

  •         Organisation  vorbildlich
  •         Unterlagen fehlerfrei
  •         Streckenwahl  tolle Nebenstrassen, kaum Verkehr
  •         Motivation & Laune des Orga-Teams  engagiert, gut gelaunt, mit Herz & Seele
    dabei
  •         Rahmenprogramm  bodenständige Tagesveranstaltung eines MSC mit geselligem
    Beisammensein und Benzingespräch
  •         Verpflegung  erstklassig
  •         Länge der Etappen & Pausen  ausreichend fahren, ausreichend Pause, kein
    Stress, nur Spaß
  •         Zeitfenster zwischen den ZKs  ausreichend, Ankunft  i.d.R. mit Vorzeit
  •         Schwierigkeitsgrad  Leider eine einseitige Aufgabenstellung (ausschließlich
    Lichtschranken), was zwar dem Beifahrer einen Einblick in die Landschaft ermöglicht,
    jedoch auch den sportlichen Anspruch ein wenig gedämpft hat
  •         Rallyeleitung & technische Hilfe  stets  präsent
  •         Teilnehmerfeld  hohes Niveau und ausgesprochen nette Leute
  •         Klassement  Nur Fahrzeugalter, kein Unterschied zwischen Sanduhr oder Elektronik
  •         Wertung  Keine Trennung nach Classic + Elektronik
  •         Wetter  bestens vorbestellt ……..
  •         Preis-Leistungsverhältnis  Gut !

Ein voll und ganz gelungene Veranstaltung!! Hut ab für die (Orga-) Leistung dieses MSC !